Dichte Bauweise und hohe Anforderungen
Holzbau in der Innenstadt gilt oft als Herausforderung – dieses Wohnraum-Projekt in Luzern zeigt, dass hohe Dichte, strenge Auflagen und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sein müssen.
Die 37-jährige Bubenei-Brücke, welche im Emmental die Hauptstrasse zwischen Signau und Eggiwil verbindet, wird saniert. Unzählige Fahrzeuge passieren täglich die «Hüslibrücke», die Teil des Emmentaler Holzbrücken-Themenweges ist. Nun braucht sie eine Sanierung. Die holzprojekt AG ist Projektverfasserin und hat ausserdem die Bauleitung inne.
Es hat sich gezeigt, dass die Abdichtungen nicht mehr zuverlässig abdichten und Wasser – teilweise bis ins Holz – vorgedrungen ist. Um der Verwitterung des Holzes vorzubeugen, haben nun umfassende Sanierungen begonnen.
Da ist zum einen der Belagsaufbau im Verbund zu einer Fahrbahnplatte aus Holz. Solche Aufbauten sind normativ nicht geregelt und kommen in der Praxis nur selten vor. Ausserdem wird das Befahren der Brücke während der Sanierung einspurig möglich bleiben. Das bringt aufgrund der engen Platzverhältnisse viel Koordinationsaufwand mit sich.
Besonders hervorzuheben ist die Trocknungsphase: Die 45 Meter lange und sieben Meter breite Fahrbahnplatte aus Holz wird vollständig eingehaust und technisch getrocknet. Auf der Unterseite entsteht ein Flächengerüst, das mit Bauplastik verschlossen wird. Oben sorgt eine temporäre Lattung für einen Hohlraum, der die Trocknung ermöglicht – der Verkehr kann die Brücke währenddessen weiterhin passieren.
Wie eingangs erwähnt, übernimmt die holzprojekt AG die Bauleitung. In dieser Funktion werden wir von der B+S AG unterstützt, die als unsere Subplanerin tätig ist. Im Rahmen der Projektierung haben wir uns intensiv mit der Bubeneibrücke und der Entwicklung des Sanierungskonzepts auseinandergesetzt. Dabei wurden die technischen Gegebenheiten anhand von einer Versuchsreihe eingehend untersucht. Besonderes Augenmerk galt den Randabschlüssen und Fahrbahnübergängen: Um deren Dauerhaftigkeit zu erhöhen und die Unterhaltskosten zu senken, wurden verschiedene Lösungsansätze geprüft.
Holzbau in der Innenstadt gilt oft als Herausforderung – dieses Wohnraum-Projekt in Luzern zeigt, dass hohe Dichte, strenge Auflagen und Nachhaltigkeit kein Widerspruch sein müssen.
Mit dem Baustart der Wohnüberbauung «Gartenstadt» in Zug übernimmt holzprojekt AG die Holzbau- und Brandschutzplanung.
Unsere neuen Praktikanten Josua Bossert und Roman Kocher sind am Start. Willkommen im Team!
In Bümpliz entsteht ein moderner Holzbau, der das generationendurchmischte Quartier Baumgarten stärken soll.
Psychiatrie Sarnen, zwischen Alt und Neu! Im Interview spricht Projektleiter Michael Enz darüber, warum Kommunikation genauso wichtig ist wie Statik.
In der diesjährigen Ausgabe von «Stadt aus Holz» geht es um Gesundheitsbauten und Kreislaufwirtschaft. Wir haben zwei Vorzeige-Beispiele!