Wie nachhaltig sind wir als Unternehmen wirklich?

Dieser Frage ist holzprojekt in den letzten zwei Jahren nachgegangen – mit einer systematischen CO₂-Bilanz und konkreten Massnahmen im eigenen Alltag. Die Erkenntnis: Die grössten Hebel liegen oft näher als gedacht.

Bauen für die Zukunft ist für uns bei holzprojekt kein abstrakter Begriff – sie ist Teil unserer täglichen Arbeit. Wir planen Gebäude aus Holz und setzen uns intensiv mit deren Ökobilanz auseinander. Doch eine Frage hat uns in den letzten zwei Jahren besonders beschäftigt: Wie nachhaltig sind wir eigentlich selbst als Unternehmen?

Gemeinsam mit Swiss Climate haben wir deshalb unsere CO₂-Emissionen systematisch erfasst, analysiert und erste konkrete Massnahmen umgesetzt. Das Ziel: unsere Emissionen messbar reduzieren und gleichzeitig ein Bewusstsein im Team schaffen.

Messbare Fortschritte

Die Resultate zeigen, dass sich dieser Weg lohnt: Seit 2022 konnten wir unsere CO₂-Emissionen um 30% reduzieren, pro Mitarbeitenden sogar um 55%. Und das, obwohl unser Team in dieser Zeit deutlich gewachsen ist.

Besonders deutlich wird: Die grössten Hebel liegen oft nicht dort, wo man sie zuerst vermutet.

  • Mobilität: Geschäftsreisen machen den grössten Anteil unserer Emissionen aus. Gleichzeitig legen wir heute rund 90% unserer Strecken klimafreundlich zurück – vor allem mit dem Zug.
  • Alltag & Ernährung: Durch bewusstere Entscheidungen, etwa mehr vegetarische Verpflegung bei Anlässen, konnten wir auch hier Emissionen reduzieren.
  • Arbeitsweise: Weniger Pendeln, mehr Homeoffice sowie die Nutzung von ÖV und Velo zeigen messbare Wirkung.
  • Beschaffung: IT-Geräte werden länger genutzt und weitergegeben – auch das reduziert unseren Fussabdruck.

Der oft unterschätzte Teil: Datenerhebung

Was in der Kommunikation oft zu kurz kommt: Hinter diesen Zahlen steckt viel Arbeit. Die Erhebung der relevanten Daten – von Geschäftsreisen über Verpflegung bis hin zu eingekauften Geräten – ist aufwendig und erfordert eine enge Zusammenarbeit im Team. Prozesse müssen definiert, Datenquellen vereinheitlicht und Annahmen immer wieder überprüft werden.

Gerade in Bereichen wie der Restauration oder bei der Beschaffung zeigt sich, wie komplex eine konsistente Datengrundlage sein kann. Doch genau diese Transparenz ist entscheidend, um die richtigen Hebel zu identifizieren und Fortschritte sichtbar zu machen.

Unser Fazit

Die Auseinandersetzung mit der eigenen CO₂-Bilanz hat unseren Blick geschärft: Nachhaltigkeit endet nicht beim Projekt – sie beginnt im eigenen Verhalten. Wir stehen noch am Anfang dieses Prozesses. Aber wir sind überzeugt: Wer Verantwortung übernimmt, muss zuerst bei sich selbst anfangen.